Zehntscheune winterfest machen

Zehntscheune Nov 201402.11.2014 UB – Am gestrigen Samstag half eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Börger, unter Leitung von Ortsbrandmeister Heinz Lückenjans und Stellvertreter Martin Kronabel beim Heimathaus. Sie deckten das Gebäude in einer Spontanaktion mit Dachziegeln ein. Für diesen “Einsatz” sagen wir der Truppe allerallerbesten Dank, auch für die Zusage in den nächsten Tagen auch mal beim “Klinkern” einen Tag mit anzugreifen. Man hatte mit dem Wetter Glück. Bei bestem Sonnenherbst-Wetter ging die Arbeit von der Hand, und auch das anschließende gemütliche Zusammensein mit den Verantwortlichen des Heimatverein war angenehm.

Seit zwei Wochen ist eine Gruppe Fachleute des HV Börger dabei die Verblendung, das Klinker-Mauerwerk, zu setzten. Und wenn das Wetter mitspielt, wird Ende November ein Großteil der Außenhaut des Gebäudes gemauert sein. Auch dieser Gruppe noch einmal – Danke! Im Dezember sind dann die Fenster, Firste und Dachüberstände dran, um das Haus dicht zu kriegen.

Nach wie vor sind wir aber auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, um dieses Kulturprojekt für die Börger Bevölkerung, fertigstellen zu können. Wohlwollende Unterstützung inform von Geldspenden werden dringend benötigt. Wir erbitten sie auf das unten stehenden Konto. Auch die Mitgliedschaft, als Neumitglied beim Heimatverein Börger hilft uns, dieses Ziel zu verwirklichen. Der Heimatverein Börger e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Wir können deshalb Spendenquittungen ausstellen, die sich nach Deutschem Steuerrecht steuermindernd auswirken.

Konto 10082002 BLZ 28069706
bei der Volksbank Nordhümmling in Börger
IBAN: DE34280697060010082002
BIC:GENODEF1BOG

AK Geschichte ausgezeichnet

Siegerwagen der Gruppe Wikinger, Kirmes 2014

Siegerwagen der Gruppe Wikinger, Kirmes 2014

06.10.2014 UB – Der Rat der Gemeinde Börger zeichnet in jedem Jahr zu Kirmes eine Person, Gruppe oder Organisation aus, die sich besonders für die Gemeinde oder Mitmenschen ehrenamtlich einsetzt, im verborgenen arbeitet, keine besonderen Organisation angehört, oder keine Würdigung erfährt. In diesem Jahr wurde die Arbeitsgruppe “Geschichte” des Heimatverein Börger vorgeschlagen und vom Ehrungsausschuß der Gemeinde ausgewählt. Seit 25 Jahren arbeitet diese Gruppe für den Erhalt und die Dokumentation der Geschichte ehrenamtlich. Nach zwei Jahreskalendern in den Jahren 1989 und 1990 folgte von 1991 bis heute, die Jahresschrift Use Borger. Klaus Fleer würdigte die Gruppe in seinem Vortrag im voll besetzten Festzelt. Er lobte die Arbeit im Namen des Rates der Gemeinde Börger. Ratsmitglied Robert Klassen überreichte die Ehrenurkunde und ein Flachgeschenk für die Arbeit in der Gruppe. Auf dem Bild unten, sind die anwesenden Mitglieder des Arbeitskreises und Ratsmitglieder zu sehen. Von links: Hubert Westerhoff, Kaspar Kronabel, Alois Becker, Hermann Ubbenjans, Anton Behnen, Hans Geers, Bernhard Gebkenjans, Josef Schmees, Josef Albers, Liborius Geers, Hermann Plaggenborg, Hermann Winntering, Hermann Schmitz und die Vertreter der Gemeinde, Ratsmitglied Klaus Fleer und Robert Klassen.

Zuvor waren die Motivwagen des Festumzuges geehrt worden. Hier errang die Gruppe “Wikinger” mit dem Motiv “Framde Lüe habb us n Hus upstellt” (Bau der Zehntscheune des Heimatverein – Bild oben rechts) den 1. Platz, gefolgt von Erstkommunionkindern mit ihrem Motivwagen “Kelch” und der Gruppe “Sandhöge”. Im Anschluß der Ehrung wurden die ältesten anwesenden Gemeindemitglieder geehrt. Die Senioren Margaretha Runkel und Albert Wöste erhielten ein Präsent. (Fotos: LUB)

Geehrte HV 2014

Informativer Ausflug

Gruppe Heimatverein Börger

Gruppe Heimatverein Börger

29.09.2014 UB – Wie in jedem Jahr, startete der Heimatverein nach dem Sommer einen Tagesausflug. In diesem Jahr war man am 28. Sept. 2014 um 13 Uhr, spät im Termin. Es war wieder eine feine Fahrt mit dem Bus der Firma Sebers diesmal zum Museumsdorf Cloppenburg. 42 Mitglieder fuhren mit. Nach einer Kaffeetafel in der Dorfschänke der 25 Hektar großen Anlage gab es eine Führung. Hauptaugenmerk beim Museumsbesuch in Cloppenburg waren die 60 Häuser und die Darstellung des Inventars und der Disponate, weil man man im nächsten Jahr die heimatkundliche Sammlung in der Zehntscheune auf dem Heimathof Börger präsentieren möchte und man noch Ideen für die Gestaltung der Ausstellung sucht. Nach einer fachkundigen Führung durch Mitarbeiter des Museums gewann man bei einem punktuellen Rundgang, einen Überblick von Machbaren. Unsere mitgereisten Baufachleute konnten Ideen für die Außengestaltung sammeln und wertvolle Informationen mitnehmen. Mit einem gemeinsamen Abendessen in Varrelbusch endete die harmonische Fahrt bei bestem sonnig-warmem Frühherbstwetter, kurz vor Sonnenuntergang.

Mit Gott für König und Vaterland

Ubbenjans Wilhelm, Dosfeld

Ubbenjans Wilhelm, Dosfeld

28.09.2014 UB – Wir haben wieder Herbst und es ist wieder Zeit, die Arbeiten an der neuen Jahresschrift abzuschließen. Wir wollen die Jahresschrift 2014 am Samstag vor dem 1. Advent 2014 bei einem Grünkohlessen vorstellen. Die Texte des Hauptteiles sind soweit zusammengestellt. Am Aktuellen Teil arbeiten wir noch. Wir bitten noch ausstehende Arbeiten einzureichen, damit wir die Texte auswählen können und den Umfang für den zweiten Teil festlegen können.

In der Ausgabe 2014 werden wir uns im Hauptteil um die Geschehnisse in Börger vor 100 Jahren kümmern. Damals, 1914 rutschte Deutschland und auch unsere Heimat in einen Krieg hinein, der brutal und menschenverachtend wird und der tiefe Lücken in der Gesellschaft hinterlässt. Liebe Leser, wer noch Informationen aus Börger, aus der Zeit von 1900 bis in die 1920er Jahre zur Verfügung hat, melde sich bitte bei uns. Denn auch in unserer Ausgabe 2015 wollen wir auch noch über diese Zeit berichten und nur die Mithilfe Vieler, bringt ein gutes Bild aus dieser Zeit.

Eine Geschichte am Rande

19.09.2014 UB – Direkt neben dem kleinen Teich in Börger am Heimathaus, stand eine Eiche, die mächtig wurde und den Teich überragte. Sie hatte ein mächtiges Geäst und unter seinem Dach baute der Heimatverein von 1988 bis 1990, ein Wagenschul – eine Remise, die in den ersten Jahren als Ausstellungsraum und Werkstatt diente. Diese strohgedeckte Remise

Aus dem Eichenstamm wird ein Kunstwerk

Aus dem Eichenstamm wird ein Kunstwerk

fiel nach ein paar Jahren Mitte der 1990er einem Brandanschlag zum Opfer. Sie brannte mit Inventar nieder. Ein paar Eichen mussten damals stark angebrannt, auch entfernt werden. Diese oben beschriebene Eiche überlebte noch Jahre, wurde aber im Kern morsch. Als nun im Frühjahr 2014 die Baumaßnahmen zur Zehntscheune anstanden, mußte dieser mächtige Baum und zwei weitere Bäume entfernt werden (dafür werden aber 15 neue Eichen gepflanzt). Um diesen Baum gefahrlos zu fällen wurde das komplette Geäst, das teilweise hohl war (mit Speckhöhen bespickt) und rottete, fachmännisch entfernt und danach der mächtigen Stamm umgelegt. Als nun die Wandergesellen ihre Arbeit zur Erstellung des Ständerwerkes und Dachstuhles aufnahmen, erkor der gelernte fremde Tischler und Holzbildhauer Simon den Kern des Stammes für ein Kunstwerk. Er schuf daraus eine Wandergesellenfigur für den Heimatverein Börger (siehe Bild). Nach seinen Informationen ist der Kern dieser Eiche ideal für seine Arbeit. Die Figur des Wandergesellen wird später im Eingangsbereich der Zehntscheune einen würdigen Platz finden. Unser Bild zeigt den Stamm mit Einwässerung und den Holzbildhauer Simon bei seiner Arbeit Anfang Sept. 2014. Somit bleibt, wenn wir es wollen, eine Erinnerung an “unsere” Wandergesellinnen und Gesellen des FBS (und dem markanten Baum), auf dem Heimathof Börger erhalten.

Richtfest am 13. September 2014

14.09.2014 UB – Mit reger Beteiligung der 31 Wandergesellen und Zureisen von ca. 80 Kolleginnen und Kollegen aus dem FBS (Freien Begegnungsschacht) und aus anderen Schächten sowie Angehörige und Börger Bürger, fand das Richtfest statt. Der fremde Zimmermann Constantin hielt vor ca. 400 Personen den Richtspruch. Heimatvereinsvorsitzender Hermann Schmitz und Bürgermeister Jürgen Ermes bedankten sich bei allen Firmen, der Kreishandwerkerschaft sowie vielen Einzelpersonen und den Gesellen des FBS für die geleistete Arbeit. Mit diesem Festakt endet die Mitarbeit des FBS an der Zehntscheune in Börger. Die Wandergesellen werden am kommenden Montag wieder von Dannen ziehen und ihren Sommer/Herbstkongress beenden. Im Anschluss an diesen Richtspruch gab es ein zünftiges Abschlußfest mit Liedgut des FBS, diesem Anlass würdig. Zur Unterhaltung spielte in den Abendstunden die Gruppe “Aind the Ones” aus Kiel. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

In den nächsten Wochen wollen wir das Gebäude eindecken, mit einem Klinkermauerwerk versehen und winterfest machen. Deshalb sind wir auch weiterhin auf Mithilfe und „Unterstützung“ aus der Bevölkerung und besonders unserer Mitglieder angewiesen. Im nächsten Jahr geht es dann an den Innenausbau.

R I C H T S P R U C H – ZEHNTSCHEUNE BÖRGER

Verhallt sind nun des Beitels Schläge, Verstummt ist die geschwätzge Säge:
Drum preiset laut den Zimmermann – sogut wie ers eben kann –

Prost

Das erste Hoch der Wanderschaft welche die Geselln hier zusamm´gebracht
Geschaffen ham´se Tag für Tag. Sie waren recht fleißig, ganz ohne Frag.

Das zweite Hoch dem Handwerksstand, den es wohl zu Ehren gilt.
Zu erhalten die Freiheit in jedem Land, ist jede Frau und jeder Mann gewillt.

Das dritte Hoch den Nachbarn und Freunden, die uns unterstützten mit Tatenkraft.
Sie brachten uns so manchen Kuchen und Torte, und manch mal fehlten uns fast die Worte.

Constantin (oben auf dem First) prostet den Anwesenden zu.

Constantin (oben auf dem First) prostet den Anwesenden zu.

Sie zeigten uns Börger, führten uns auf des Dorfes alte Spuren, in dem sie uns mit dem Trecker durch die Gegend fuhren.

Das vierte Hoch, Hermann und dem ganzen Heimatverein, den kein Problem konnt´ zu gewaltig sein.
Sie versorgten uns mit Speiß und Trank, dafür gebührt unser herzlicher Dank.

Prost

Das fünfte Hoch auf Stefan unser Erster Mann,
der uns bei Bedarf alles schnell beschaffen kann.

Das sechste Hoch unserem Architekten Werner, der zu diesem schönen stolzen Bau
welcher sich nun erhebt ins Himmels GRAU, den Grundriss hat erdacht genau.

Das letzte Hoch der Maurerschaft des Verein,
die sich und ihren Namen hier mal wieder alle Ehr´ gemacht.

Prost

So möge Brand dies Haus verschonen, auf das es über 100 Jahre steht.
Wenn der Wind weht sanft durch Eichenkronen, jeder dem gedenkt der vorüber geht.

So möge diese Glas zerschmettern, als Zeichen aus der alten Zeit.
Sind Scherben Schutz bei allen Wettern diese Haus steht fest in Ewigkeit.

Doch einem wollen wir nicht vergessen: Mög ´Gott in diesem Hause sein!
Darauf trink ich gleich noch einen Becher guten Wein.

Börger den 13. September 2014

Fremder Zimmermann Constantin
im Freien Begegnungschaft (FBS)

Glück und Unterstützung aber auch Ablehnung erfahren

Von links: Fremder Schmied Alban aus Bayern, Heinz Oldiges vom HV Börger, Fremder Schmied Simon aus Kiel, Daniel aus Nordfriesland, Hermann Schmitz vom HV Börger und der fremde Zimmermann Constantin aus dem Vogtland

Von links: Fremder Schmied Alban aus Bayern, Heinz Oldiges vom HV Börger, Fremder Schmied Simon aus Kiel, Bäckermeister Daniel aus Nordfriesland, Hermann Schmitz vom HV Börger und der fremde Zimmermann Constantin aus dem sächsischen Vogtland

06.09.2014 UB – Anlässlich des Sommer-Herbst-Kongresses des FBS (Freier Begegnungsschacht) referierte am Freitag 29. Aug. 2014 im Börger Jugendheim der ehemalige Wandergeselle Daniel Lorenzen aus Joldelund, Nordfriesland. Vor einer beachtlichen Zuschauerkulisse berichtete der Bäckermeister mit eigenem Betrieb von seiner Zeit als Wandergeselle und seinen gesammelten Lebenserfahrungen. Gespannt hörte man seinen Ausführungen zu.

Er erzählte den jüngeren Kollegen vom FBS und angehenden FBSler sowie der Gäste vom Hümmling, dass zwei Ereignisse ihn sehr bewegt hätten. Zum einen sei es das Verlassen der Heimat, der Eltern und Freunde gewesen, wo auch Tränen flossen, und zum Andern das Zurückkommen und der Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zu Hause nach einer Erlebniswelt, die seines Gleichen sucht.

Er habe bei seinem Reisen und der Arbeit als „Fremder Wandergeselle“ sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren, aber auch Ablehnung. So habe er das eine mal fürstlich gegessen und geschlafen und dann auch wenn es sein musste unter Brücken und in Schobern oder auch am Straßenrand Schutz suchen müssen, weil man ihn abwies. Besonders ereignisreich seien die Winter und die Weihnachtszeit, im positiven wie im negativem Erleben. Er habe in vielen Bäckereibetrieben arbeiten können, sehr viel dazu gelernt und viele tolle Menschen kennen gelernt. Seine Reisen führten ihn auch nach Skandinavien, in die Schweiz und von dort über Dubai nach Australien und Neuseeland. Besondere Berufserfahrungen bekam er im Busch in Neuseeland und bei einer Kleinbäckerei in den Bergen in der Schweiz. Seine Lebenserfahrungen aus der Zeit als “Fremder Bäckergeselle” kann er heute nach der Übernahme der elterlichen Bäckerei umsetzten.

Man merkte an diesem Abend, das er nach seinen Wanderjahren, die schon ein paar Jahre her sind, noch sehr „seinem FBS“ zugetan ist und sein gesammeltes Wissen für die junge Generation wertvoll ist. Er konnte es fantastisch vermitteln. Auch Lieder und das Singen gehört zum Wesen des FBS. An diesem Abend stimmte Bäcker Daniel einige Lieder an, die aus dem “Stegreif” von den Gesellen mitgesungen werden konnten. Am nächsten Tag auf der Baustelle in Börger auf dem Riegen, suchten viele Rat bei Daniel und den dienstälteren Kollegen des FBS. An diesem Tag wurde auf dem Heimathof Börger in Arbeitsgruppen das Holzständerwerk der Zehntscheune als soziales Projekt erstellt. Anschauungsunterricht für junge Handwerkerinnen und Handwerker in der Fremde.

Über 300 Mitglieder

Am Ententeich01.09.2014 UB – Wir haben unser gestecktes Ziel erreicht und den Mitgliederverlust der letzten Jahre durch Wegzug oder Tod ausgeglichen. Wir begrüßen stellvertretende für alle “Neuen Mitglieder” Nina und Klaus Meyners als neue Mitglieder im Heimatverein Börger e.V.. Herzlich willkommen als Mitglied Nr. 300 und 301.

Wir werben aber noch weitere neue Mitglieder für den Heimatverein Börger um unsere bevorstehenden Aufgaben bewältigen zu können. Wir sind auch weiterhin auf die Arbeit und Beiträge der Mitglieder und aller Gemeindemitglieder angewiesen.

An dieser Stelle möchten wir uns einmal bei allen Gemeindemitgliedern bedanken, die uns in den letzten Wochen so tatkräftig unterstützt haben oder die Zusagen gemacht haben, uns in den nächsten Wochen zu unterstützten. Es sind nicht Wenige, wir sind hoch erfreut! Herzlichen Dank.

Zeitkapsel und Grundstein gelegt

Grundsteinlegung 26.08.201426.08.2014 UB – Anläßlich des Arbeitsbeginnes der Wandergesellinnen und Gesellen auf der Baustelle in Börger am gestrigen Montag, wurde bei einem kleinen Festakt der Grundstein für das in Bau befindliche Mehrzweckgebäude gesetzt. Hierbei begrüßte der Heimatvereinsvorsitzende Hermann Schmitz in Anwesenheit von Gästen vom Verein, der Gemeinde und der Politik die 31 Handwerkerinnen und Handwerker herzlich. Jürgen Ermes vom Rat der Gemeinde bedankte sich für die tatkräftige Hilfe des “Freien Begegnungsschachtes”. Gleich im Anschluß gingen die jungen Handwerker zur Sache. In drei Wochen. am 13. September 2014 soll Richtfest sein. Der FBS engagiert sich in jedem Jahr bei einem gemeinnütziges Projekt, um der Gesellschaft ein wenig zurückzugeben, was man an Zuwendungen auf der Wanderschaft (3 Jahre und 1 Tag) erfährt, erklärte der Wandergeselle Constantin vom FBS.

Neben den Arbeiten auf der Baustelle zur Fertigung des Ständerwerkes und Daches der “Zehntscheune” wird der FBS (Freie Begegnungsschacht) auf ihrem obligatorischem Jahrestreffen in Börger verschiedenste Veranstaltung haben. So findet am 29. August um 20.00 Uhr im Jugendheim Börger (Sögelerstraße) ein öffentlicher Vortrag über die Handwerkerwanderschaft des FBS statt. An diesem Tag kann man sich über die Arbeit auf der Baustelle, das Wesen der “Wanderschaft” und das Leben in der Gruppe informieren. Dann werden auch Zureisen von Interessierte, Freunden und Angehörigen (nach 1 Jahr und über 1 Tag auf Wanderschaft kann man Angehörige und Freunde treffen) stattfinden.

Während ihres Aufenthaltes ist die Gruppe in der ehemaligen Jugendherberge der Gemeinde Börger untergebracht. Die Verpflegung hat der Heimatverein Börger, die Küche des St.-Josef-Stiftes und weitere Gruppen und Firmen übernommen. Werkzeug und Gerät stammt von den Börger Betrieben, aber auch von der Kreishandwerkerschaft und Privatleuten. – Auf den Bildern von Rudi Schmitz sind beim offizellen Akt der Grundsteinlegung von links: der Heimatvereinsvorsitzende Hermann Schmitz, der Zimmermann Constantin vom FBS und Werner Jansen vom Bauamt der Gemeinde und unten die Handwerker und Gäste zu sehen -. In das Mauerwerk wird demnächst eine Zeitkapsel eingelassen die anlässlich dieser Aktion vorgestellt wurde. Sie beinhaltet den Bauplan des Gebäudes, eine Ausgabe der Jahresschrift Use Borger, eine Zeitung des Tages, ein Aufnahmeantrag des Heimatvereines, Geldmünzen in Euro, einen guten Korn und ein Begleitschreiben des HV Börger sowie des FBS (Freien Begegnungsschachtes). Dann soll man, wenn diese Kapsel einmal gefunden wird, an “unsere Jetztzeit” an den Aug 2014, zurückdenken.
Grundsteinleg Grp

Dürfen wir vorstellen – FBS

21.08.2014 UB – Seit nunmehr 28 Jahren bestehend, gründete sich der FBS (Freier Begegnungsschacht) im März 1986. Der FBS ist ein Zusammenschluss von reisenden und einheimischen Handwerksgesellen mit abgeschlossener Gesellenausbildung in einem traditionellen Handwerksberuf. Für die reisenden Gesellen des FBS gilt die traditionelle Reisedauer von drei Jahren und einem Tag, die Bannmeile von 50 Kilometer um den Heimatort, sowie das Tragen der Kluft. Diese gesteht aus der Staude, einem weißen Hemd mit Stehkragen, Hose, Weste und Jackett mit Perlmuttknöpfen in den Farben des jeweiligen Gewerks, Zylinder, Melone oder Schlapphut, schwarze Schuhe und die graue Ehrbarkeit, ein gehäkeltes Band, welches an der Staude befestigt wird und als äußeres Zeichen zur Zugehörigkeit des FBS getragen wird.

Die Worte „Freie Begegnung“ weisen auf ein gleichberechtigtes Reisen hin. Gesellinnen und Gesellen erleben gemeinschaftlich ihre Wanderschaft. Programmatisch für den FBS ist nicht nur, dass Männer und Frauen zusammen reisen, sondern die verbindende Kommunikation miteinander und die Offenheit gegenüber allen traditionellen Gewerken, die im FBS reisen.

Wanderschaft im FBS — ist nicht nur ein rituelles Verlassen des Heimatortes und gleichzeitig der Abschied von Familie und allen Gewohnheiten, sondern auch die ständige Auseinandersetzung mit der Welt und dem eigenen Selbst.

Mit Offenheit und Toleranz dem eigenen Handwerk auf der Spur; auf der Suche nach unbekannten Techniken reisen die Gesellen des FBS mit dem Bewusstsein, das traditionelle Handwerk zu achten und zu erhalten.Während ihrer Reisezeit erfahren die fremden Gesellen vielfach die Unterstützung ihrer Umwelt. Um der Gesellschaft einen Teil ihrer Hilfe zurückgeben zu können, nämlich diese mit seiner Arbeit zu unterstützen, widmet sich der FBS jährlich einem sozialen Bauprojekt. Sei es in Kinder- und Jugendeinrichtungen, Begegnungsstätten oder öffentlichen Kulturobjekten; an den Sommerbaustellen nehmen alle Reisenden des FBS teil und können tatkräftig mit ihrer Arbeit Hilfe leisten.

So reisten und reisen bisher im FBS: Zimmerer, Tischler, Holzbildhauer, Stuckateure, Maurer, Fliesenleger, Steinmetze, Töpfer, Maler, Vergolder, Buchbinder, Schriftsetzer, Blechblasinstumentenbauer, Silberschmiede, Goldschmiede, Schmiede, Hufschmiede, Schlosser, Klempner, Bäcker, Konditoren, Köche, Bierbrauer, Schuhmacher, Polsterer, Damenschneider, Herrenschneider.

Hermann Schmitz und Hermann Ubbenjans
vom Heimatverein Börger e. V.